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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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17. Das allgemeine Gebet, für den Sonntag besonders geeignet.

Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, Du Herr Himmels und der Erden, wir bitten Dich herzlich, Du wolleft Deine heilige Kirche mit ihren Dienern, Wächtern und Hirten durch Deinen Heiligen Geist regieren, auf daß sie bei der rechtschaffenen Weide Deines allmächtigen, ewigen Wortes erhalten, der Glaube an Dich dadurch gestärkt werde und die Liebe gegen alle Menschen in uns erwachse und zunehme.

Wollest auch der weltlichen Obrigkeit langes Leben, beständige Gesundheit sammit aller zeitlichen und ewigen Wohlfahrt, allen ihren Räthen und Amtleuten Gnade und Einigkeit verleihen, das Land nach Deinem göttlichen Willen und Wohlgefallen zu regieren, auf daß die Gerechtigkeit gefördert, die Bosheit verhindert und gestraft werde, da­mit wir in stiller Ruhe und gutem Frieden, wie Christen gebühret, unser Leben vollbringen mögen.

Gib auch, daß unsere Feinde und Widersacher ablassen und sich mit uns friedlich und sanftmüthig zu leben begeben wollen. Alle, die in Trübfal, Armuth, Krankheit, Todesnöthen und andern Anfechtun­gen sind, auch die, so um Deines heiligen Namens und der Wahr­heit willen angefochten, gefangen sind oder sonst Verfolgung leiden, tröste sie, o Gott, mit Deinem Heiligen Geiste, daß sie solches Alles für Deinen väterlichen Willen aufnehmen und erkennen.

Und ob wir zwar mit unsern Sünden Deinen gerechten Zorn und allerlei Strafen wohl verdienet haben, so bitten wir doch, o treuer, barmherziger Vater, von Grund unserer Herzen, daß Du nicht gedenken wollest der Sünden unserer Jugend noch aller unserer Uebertretung sondern vielmehr eingedenk bleiben Deiner grundlosen Güte, Gnade und Barmherzigkeit und uns mit allerlei schweren Pla­gen Leibes und der Seele verschonen. Behüte uns gnädig vor frem­der, verderblicher Lehre, vor Krieg und Blutvergießzen, vor Pestilenz und theurer Zeit, vor Feuers- und Wassersnoth, vor Hagel und Un­gewitter, vor allem Herzeleid und sonderlich vor unleidlicher hoher An­fechtung der Seelen und einem bösen, schnellen Tode. Hilf allent­halben aus aller Noth und sei ein Heiland aller Menschen, sonderlich Deiner Gläubigen.

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Wollest uns auch alle Früchte der Erde zu leiblicher Nothdurft gehörig mit fruchtbarem Wachsthum gerathen und gedeihen lassen; auch christliche Kinderzucht, alle ehrliche Nahrung und Handthierung zu Wasser und zu Lande, Künste und Wissenschaften mit Deinem Segen

frönen.

Endlich um Alles, darum Du, ewiger Gott, gebeten sein willst, bitten wir mit der ganzen heiligen Kirche auf Erden und mit allen