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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von Joseph Frey. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Worin d: rstudirende Jüngling sich üben soll. 31

Gottes geleitet, billigt und befördert diese Vereh­rung; deßhalb setzt sie so viele Festtage Mariens ein, deßwegen heißt sie gut so viele Marianischen Vereine und Bruderschaften: deßhalb gewährt sie den Dienern Mariens so viele Ablässe und Privi­legien. Kurz: wo immer die Kirche ihren Fuß hinsetzt, sei es in blühende Städte, oder in schauer­liche Wüsten, da erblühet eine kindliche, zarte, glühende Andacht zu Maria. Durchdrungen und belebt von diesem Geiste haben auch zu allen Zei­ten die größten Heiligen gleichsam mit einander gewetteifert in der Andacht und Liebe zu Maria, und laden dich durch ihr schönes Beispiel ein, ihnen dich anzuschließen, mit ihnen Maria zu verehren und zu lieben. Sollte vielleicht gerade dieses dir zu übertrieben scheinen, so erwidere ich dir nur, daß Alles, was man in der fatholischen Kirche im Dienste und in der Verehrung Mariens thut, noch nichts ist im Vergleich zu dem, was Gott selbst zu ihrer Ehre und Verherrlichung gethan hat. Abge­sehen von den zahllosen unleugbaren Wundern, die er auf ihre Fürbitte zu allen Zeiten wirkt zum unbestreitbaren Beweise, daß die Verehrung Ma­riens ihm besonders gefalle, hat er selbst Maria so hoch erhoben, wie alle Menschen zusammen sie nicht erheben können. Die hl. Dreifaltigkeit hat zu ihr einen Himmelsfürsten gesandt mit einem Gruße, wie im Himmel und auf Erden noch nie einer gehört wurde; der himmlische Vater hat mit ihr gleichsam das Recht getheilt, über seinen Sohn gebieten zu können, indem er sie zu dessen Mutter erwählte; der göttliche Sohn hat sich unter ihre Befehle geſtellt, und mit Liebe und Ehrfurcht fie seine Mutter genannt; der hl. Geist hat sie zu sei­ner Braut erforen, und mit einer Fülle von Gna­den ausgeschmückt, wie kein Engel deren sich rüh­men kann.