für die christlichen Festtage.
Der aus deinem Himmel niederfloß! Vater, deine Gotteskraft ist ewig, Ewig in der schaffenden Natur; Aber auch in unserm Herzen wohnet Deines Daseins hohe Segensspur!
Leise weht die heilige Empfindung In dem Lenze uns'rer Lebenszeit, Und in stiller Ahnung deiner Liebe Ist die junge Seele dir geweiht. Aber wenn der Herbst des Erdenlebens Wie ein Garten Gottes vor uns steht, Wenn wir deine Vaterliebe fennen, Die so freundlich vor uns übergeht Wenn wir hin auf jene Tage sehen, Die uns deine Freundlichkeit gelieh'n; Wenn wir an die Freudenblumen denken, Die auf unsern Pilgerpfad geblüht, An die süßen Früchte, die voll Reife Für das lebensmüde Herz geglüht; An der Jahre schöne Wechselreihe, An die Wolke, die vorüberzog,
195
-
-
An die Wahrheit, die uns reich belohnte, An die Tugend, die uns nie betrog; An den Glanz so vieler Morgensonnen, An des stillen Mondes sanfte Pracht, An den Reiz so vieler Abendröthen, An so manche liebe Sternennacht An den Weg, den deine Hand mich führte,
13*


