vor der Beichte.
gerichtet werden. Dies sagt Paulus eben da, wo er mit den corinthischen Christen vom heiligen Abendmahl redet. Wenn könnte ich denn nachdrücklicher erweckt werden, in der Untersuchung meiner Tugend, und also auch meines Gnadenstandes, recht auf den Grund zu gehen, als da, da ich mich von Neuem für einen Gläubigen und Bekenner Jesu beim heiligen Abendmahle angeben soll und will?
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Haben mich nun meine Sünden jemals anhaltend und stark betrübt, daß ich sie herzlich bereuet und um ihre Tilgung und Ablegung mit allem Ernst, mit Hintenansetzung aller andern Sorgen bekümmert gewesen bin? Habe ich den Fehlern und Lastern, zu welchen ich nach meiner Gemüthsstimmung, nach meinem Alter und Stande die meiste Versuchung habe, am stärksten widerstanden? Und wie weit habe ich's darinnen gebracht? Ist es mir ein wahrer Ernst, diese Sünden los zu werden? Thue ich das Gute, was ich thue, auch deswegen und in der Absicht, weil es Gottes Wille ist, weil mich der Weltrichter für meine Handlungen belohnen oder bestrafen wird, weil ich ein Erlöster Jesu bin - aus Liebe zu meinem Heilande? Erinnere ich mich dieser Stücke oft und gern, um mich


