vor der Beichte.
der Unreinigkeit innigst verabscheue, und den ersten Verſuchungen sogleich durch Gebet, durch den Gedanken an Gott widerstehe? Ließ ich mir die Noth der Armen und Elenden zu Herzen gehen? Trug ich das Meinige redlich dazu bei, ihre Noth zu lindern, Dürftige zu erfreuen, Betrübte zu trösten? Hätte ich bisweilen nicht reichlicher mittheilen, hätte ich hier und da durch guten Rath nicht kräftiger dienen können, als ich wirklich gethan habe?
Werden Andere, mit denen ich zuſammen lebe, durch meine Gespräche und Sitten erbaut, oder bin ich wohl nicht durch leichtsinnige unsaubere Reden und Sitten Manchem anstößig und schädlich geworden?
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Sind im Umgange mit meinen Nebenmenschen Lüge, Verstellung, Falschheit mir stets verhaßt gewesen? Habe ich meine Versprechungen und Zusagen, so viel es in meiner Macht stand, getreulich erfüllt, oder muß ich mir vorwerfen, daß ich wohl Manchen wissentlich betrogen habe?
Verhalte ich mich gegen jeden Menschen so, wie ich wünsche, und mit Vernunft, und Billigkeit wünschen darf, daß Jedermann sich gege mich verhalten möge? Habe ich Geduld mit den Fehlern und


