Druckschrift 
Geistliches Liederbuch aus dem Schatz der Kirche alter und neuer Zeit gesammelt / herausgegeben vom christlichen Verein im nördlichen Deutschland
Entstehung
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Liederdichter.

Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg, geb. 17. November 1617 zu Gravenhaag in Holland, am 7. De­zember 1646 vermählt mit dem großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm; eine fromme Fürstin, legte viele Schulen an, auch das große Waisenhaus zu Oranienbaum, ihrem Lieb­lingssige; veranstaltete die Herausgabe eines evangelischen Gesangbuchs; gest. 18. Juni 1667 zu Berlin, nach einem bewegten prüfungsreichen Leben. Nr. 182. 385.

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Luther, Dr. Martin, geb. 10. November 1483 zu Gis leben, Sohn des Bergmanns Hans Luther und der Mar­garethe, geb. Lindemann, beſuchte die Schulen zu Mans­feld, Magdeburg und Eisenach, ging 1501 auf die Univer­sität Erfurt, am 17. Juli 1505 ins Augustinerkloster daselbst, ward 1508 Profesfor zu Wittenberg, reiste 1510 im Auftrage seines Ordens nach Rom, ward 1512 Doctor der heiligen Schrift, schlug durch Tegels Ablaßkram ver­anlaßt am 31. October 1517 die 95 Säße gegen den Ablaß an die Thür der Schloßkirche zu Wittenberg, welche schnell durch ganz Deutschland bekannt wurden, vertheidigte sich muthig auf dem Reichstage zu Worms 1521, ward auf Befehl des Kurfürsten Friedrichs des Weisen auf die Wartburg in Sicherheit gebracht, wo er die Bibelübersetzung anfing, kehrte nach 10 monatlichem Aufenthalt 3. März 1522 nach Wittenberg zurück und führte nun das Werk der Kirchenverbesserung weiter, visitirte Kirchen und Schulen, verfaßte 1528 den kleinen, 1529 den großen Katechismus, blieb während der Uebergabe der Augsburgschen Confession 1530 in Coburg und dichtete: ,, Ein feste Burg ist unser Gott". Durch Wort und Schrift wirkte er mit reichem Segen in den weitesten Kreisen und hatte einen heilsamen Einfluß auf alle Verhältnisse seines Vaterlandes. Wie er dem deutschen Volke die deutsche Bibel gab, so gab er auch den ersten Anstoß zum Gesangbuche, indem er theils alt­firchliche Lieder umdichtete, theils eigene verfaßte und sie mit schönen Weisen versah. Er starb auf einer Reise zur Friedensstiftung zwischen den Mansfelder Grafen am 18. Februar 1546 zu Eisleben. Nr. 16. 26. 87. 88. 91. 99.