ein Kinder
das für die Jugend bestimmt ist!- ,, Die Jahreszeiten! gefangfest! mit verbindender Declamation!" Wie beschämt war ich jedoch, als ich dies Werk nach eingehendster, gewissenhaftester Prüfung wieder aus der Hand legte. Das ganze Opus durchweht wohlthätige, frische Jugendlust und kindliche ungeheuchelte Freude an der Natur, sowohl im Tert, als auch in der musikalischen Conception. Inbezug auf letztere ist nirgends eine Stelle zu entdecken, wo die Melodie ins Stocken geräth und wo sogenannte Lückenbüßer aushelfen müssen. Der Gesang ist ein- und zweistimmig, mit Ausnahme sehr weniger Stellen, wo der dreistimmige Satz auftritt. Die Melodie ist überall dem Verständniß der Jugend angepaßt, ungekünstelt, frisch, fröhlich, überaus fließend und äußerst anmuthig. Auch die Begleitstimme hat den nöthigen Fluß. Fernliegende modulationen sind geflissentlich vermieden, ohne daß die Musik dadurch monoton wird. Wenn überhaupt eine Schwierigkeit zu nennen wäre, so ist es die, daß das ganze Werk so angelegt ist, daß der Gesang mit dem Pianoforte begleitet werden muß, wodurch eigentlich das ganze Werk aus dem Rahmen des Schulunterrichts herausfällt. Doch bietet dies Kindergesangfest des Interessanten so viel, daß ein Gesanglehrer wohl gern sein Piano und seine außerordentliche Thätigkeit der fingenden Jugend zum Zwecke der Aufführung dieses reizenden Musikstückes zur Verfügung stellt. Ich selbst habe bei Durchsicht dieses frühlings" sofort den Entschluß gefaßt, die Aufführung vorzunehmen. Uebrigens gewinnt die Aufführung noch durch die damit verbundene Deklamation, welche, ebenfalls von Kin dern ausgeführt, mit dem Gesange abwechselt. Die Tertesworte sind so kindlich naiv, wie sie eben nur ein hoffmann von fallersleben sprechen kann. Was die Klavierbegleitung betrifft, so schließt sie sich fast überall der Gesangsmelodie an, wodurch die Aufführung des Werkes, welches überhaupt fast nirgends Schwierigkeiten darbietet, wesentlich erleichtert wird.
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Das ganze werk wird sich da, wo es gehört worden ist, viele Freunde erwerben. Es eignet sich besonders zu Schulprüfungen, Semesterabschlüssen und ähnlichen Schulfeierlichkeiten.
Ostseebad Ahlbeck auf Usedom, den 12. Juli 1879.
Wilhelm Fink.
Preis- Violin- und Violaschule
von August Schultz.
Preis 4 M. 50 Pf. Preis- Violinschule apart 3 M. Preis- Violaschule apart 2 M.
Der Verfasser ist mit Erfolg bemüht gewesen und hat auch den grössten Werth darauf gelegt, die Schüler durch entsprechende fortschreitende Uebungen auszubilden, daneben aber auch durch Duette nicht zu einem trockenen Uebungswerke zu machen.
Zur Einführung in Seminarien und Präparanden- Anstalten eignen sich diese Schulen ganz besonders.


