Advents- Lieder.
3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud'? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Da Fried' und Freude lacht: Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdisch Reichthum thut.
5. Nichts, nichts hat dich getrieben
Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammers Last, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast.
6. Das schreib' dir in dein Herze,
Du hochbetrübtes Heer,
Bei denen Gram und Schmerze Sich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Thür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,
Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet zichen mit eures Armes Macht: Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb' und Lust, All' Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt.
8. Auch dürft ihr nicht erschrecken
Vor eurer Sündenschuld: Nein, Jesus will sie decken
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Mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt, den Sündern
Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb' und Theil. 9. Was fragt ihr nach dem Dräuen
Der Feind' und ihrer Tück'? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick.
Er kommt, er kommt, ein König, Dem wahrlich alle Feind' Auf Erden viel zu wenig Zum Widerstande seind.
10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol' uns allzumal Zu ew'gem Licht und Wonne In deinen Freudenſaal.
Paul Gerhardt( 1606-1676).
Mel. Sollt' es gleich bisweilen scheinen.
14. 14. 3ions König ist er
schienen!
Laßt uns ohne Furcht ihm dienen. Sanft und mild kommt er zu euch, Menschen, seht, er wird uns gleich.
2. Naht dem wundervollen Kinde!
Es betritt die Welt der Sünde, Nennt sich selbst des Menschen Sohn,
Und der Himmel war sein Thron. 3. Fern von Hoheit, Macht C und Größe Trägt er Schwachheit, Armuth, di Blöße, Alle Leiden, jeden Schmerz Theilt mit uns sein liebend Herz. 4. Der nicht hat, sein Haupt zu legen,
Geht umher und spendet Segen,


