Advents- Lieder.
Oder theuren Gnadenzeit! Nun ist Allen Heil bereit, Nun soll keiner hilflos klagen, Keiner hoffnungslos verzagen.
2. Gott sei Dant, nun ist geschehen,
Nun aus Gnaden uns gewährt, Was so Viele hier zu sehen Und zu hören einst begehrt. Gottes Rath ist nun enthüllt Und zu unserm Heil erfüllt Jetzt der Väter heiße Bitte: Christus ist in unsrer Mitte! 3. Aber der der Welt erschienen, Wie vom Vater er gesandt, Wandelt mitten unter ihnen Vielen fremd und unbekannt; Unbeachtet läßt man ihn Seinen Weg vorüberziehn; Ruft er, will man ihn nicht hören, Läßt in Sünden sich nicht stören. 4. Und er klopft an manche Pforte,
Suchet Eingang hier und dort, Grüßt sie mit holdsel'gem Worte; Doch man weis't ihn schnöde fort. Wer nicht fühlt, was ihm gebricht,
Dem gefällt der Helfer nicht; Wer nicht in sein Herz will gehen, Läßt den Heiland draußen stehen.
5. Kennt ihr ihn, der, uns zu retten,
Von dem Thron des Vaters kam, Und, damit wir Frieden hätten, Uns're Strafe auf sich nahm? Lebt ihr als sein Eigenthum Ihm zur Freude und zum Ruhm?
Seid auch ihr schon angeschrieben Unter denen, die ihn lieben?
6. Ließt ihr ihn das Herz gewinnen,
Nahmt auf euch sein sanftes Joch? Ist sein Reich bei euch darinnen, Oder widerstrebt ihr noch? Sagt, wem dient ihr überall:
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| Christo oder Belial? O singt Christo Hosianna, Er allein hat Lebensmanna.
7. Hosianna, sei willkommen, Heiland, kehre bei uns ein, Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein. Sieh, zum Einzug öffnen wir Freudig uns're Herzen dir, Komm', o komm', darin zu wohnen,
Ja als König d'rin zu thronen. Karl Spitta( 1801-1859).
Mel. Nun freu't euch, liebe zc. oder: Es ist das Heil uns kommen her.
4. Gott Lob! ein neues
Kirchenjahr Macht uns die große Treue Des ew'gen Gottes offenbar; Und nun will er auf's neue Den alten, hochbeschwornen Bund,
Den ewig festen Glaubensgrund Durch seinen Geist uns lehren.
2. Auf, Zion, Preis und Ehr' und Ruhm Dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priesterthum Muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort
Die Christenheit und diesen Ort Zu seinem Tempel weihet.
3. Wir sind nicht werth der neuen Huld
Des Gottes aller Gnaden. Des alten Menschen alte Schuld, Die wir auf uns geladen, Nimmt unsern eig'nen Ruhm dahin; Denn sie bewies den alten Sinn Noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach, Herr, gieb uns den neuen Geist, Und mach' uns durch die Güte,
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