Druckschrift 
Calwer Liederbüchlein : achtzig Lieder für Christliche Vereine, Sonntagsschulen etc.
Entstehung
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15 z.

getrost sein Auge zu, Trinkt noch einmal vor dem Schlummer, Herr, aus deinem lichten Quell; Dann entschläft er ohne Kummer, Dann sind seine Nächte hell.

2. Ach, was frommen uns die Nächte Ohne dich und deine Huld? Süße schläft nur der Gerechte, Denn er ruhet ohne Schuld; Friede Gottes heißt das Kissen, Das die Seele recht erquickt, Während ein befleckt Gewissen Auch im Traume schnell erschrickt. 3. Lehr mich wachen, laß mich schlafen, Täglich, nächtlich, Herr, mit dir! Darum trugst du meine Strafen, Darum kamest du zu mir, Daß die Seele, bis ich sterbe, Deines Geistes werde voll, Daß ich als ein Kind und Erbe Mit dir wachen, schlafen soll. Albert Knapp.

Mel.: Dölker Nr. 26.

16. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, Die Sach, an der wir stehn, Und weil es deine Sache ist, Kann sie nicht untergehn; Allein das Weizenkorn, bevor s fruchtbar sproßt zum Licht empor, Muß sterben in der Erde Schoß, Zuvor vom eignen Wesen los, Durch Sterben los, vom eignen Wesen los.

2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzu­gleich zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor, Zum Licht empor, durch Nacht zum Licht empor!