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Frohe Botschaft in Liedern : meist aus englischen Quellen in's Deutsche übertragen / von Ernst Gebhardt
Entstehung
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Zart und innig.

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2. Wohin dieser Strom sich nur immer ergießt, Da jubelt und jauchzet das Herz,

Das nunmehr den köstlichsten Segen genießt, Erlöset von Sorgen und Schmerz.

3. Der Strom ist gar tief und sein Wasser ist flar,

Es schmecket jo lieblich und fein;

Es heilet die Kranken und stärkt wunderbar, Ja, machet die Unreinsten rein!

4. Das Wasser des Lebens, das ist diese Fluth,

Durch Jesum ergießet sie sich.

Sein kostbares, theures und heiliges Blut,

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O Sünder, vergoß Er für dich!

5. Wen dürftet, der komme und trinke sich satt,

Anmerkung. Eine theure Christin in Hamburg hatte zu einer kleinen Abendgesellschaft in ihrer Wohnung eines ber vielen tief gesunkenen Mädchen jener Stadt, das längst ein besonderer Gegenstand ihrer Missionsthätig teit war, gelaben. Unter anderem wurde hiebei auch obiges Lied gesungen, wobei die erwähnte Schw. je die lepte Beile des Refrains: D glaub's, es fließet für dich", besonders aber bie zweite Hälfte des vierten Verses: Sein toftbares, theures und heiliges Blut, D Sünder, vergoß Er für dich!" mit fanfter, aber bedeutungsvoller Stimme dem Mädchen in's Dhr sang. Da schmolz plöglich die Eisrinde des stolzen Herzens, ein Strom heißer Bußtbränen ergoß sich über die abgezehrten Wangen der armen Sünderin und bald bewahrheitete sich auch vollends an ihrer Seele das tostbare Wort Gottes: ,, Wo aber die Sünde ist mächtig geworden, da ist doch die Gnade viel mächtiger geworden." Nicht lange darauf durfte sie, wie wir hörten, triumphirend heimgehen, um ewig Den zu preisen, der gekommen ist in die Welt, Sünder selig zu machen.

So rufet der Geist und die Braut,

Nur wer in dem Strome gewaschen sich hat, Das Angesicht Gottes einst schaut.

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109. Der Liebe Luft.

Liebe ist stark wie der Tod. Hohel. 8, 6.

P

1. Wer in Je su Heil ge= fun den, Hat ein

un- aus= sprech- lich

Glück. Von der Lie- be Macht ge= bun- den, Hängt das Herz nicht mehr zu- rück.

2. Vorwärts nur geht sein Verlangen, Aufwärts nach dem sel'gen Ziel, Volles Heil will es erlangen Und der Himmelsgüter viel. 3. Auf dem schmalen Lebenspfade, Und geführt von Jesu Hand,

Preist das Herz nur Gottes Gnade Und läßt dieser Welt den Tand. 4. O, das ist ein Freudenleben; Frei von Sünde, ganz des Herrn! Brüder, Schwestern, laßt's euch geben, Nur dem Zweifler bleibt es fern.

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