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Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde, 2) Für Betrübte, 3) Für Kranke, 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten ... / von Johann Friedrich Stark ...
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Erinnerung und Troft

lassen, fremden Kindern Gutes thun, sie kleiden, in die Schule schicken, zu ihrer Erziehung helfen, welche Kinder dann solche Eheleute am jüngsten Tage als Vater und Mutter preisen, und auch vor Gott rühmen werden: diese haben mich gekleidet, gespeiset und getränket, Matth. 25. 11) Endlich mögen Ehe­Leute sich fragen, ob sie etwa Kinderbesit nicht genug als Gabe Gottes ansehen? Meinten sie, es sei bloße Naturgabe, welche von ihnen abhangt, so fehlen und irren sie und Gott will ihnen durch Vorenthaltung des Ehesegens zeigen, daß es nicht sowohl bei ihnen selbst stehe, sondern daß Kinder eine Gabe des Herrn seien, um die er will gebeten sein, wie wir 1 Mofis 25. 21. es sehen. Deshalb sollen finderlose Ches Leute sich des Murrens und der Ungeduld enthalten, und ob ihr Haus einsam und ohne Kinder wäre daran denken, daß sie, nach seligem Ab­sterben, drüben sich in der Gesellschaft vieler heis ligen Engel befinden und sich mit ihnen vor dem Thron Gottes erfreuen dürfen.

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Gebet.

Herr, Herr, was willst du mir geben? ich gehe ohne Kinder dahin. Ach, mein Gott! ich sehe, wie du Andern den Chesegen mit reichem Maß zutheilst, aber mir hast du denselben bisher vor­enthalten und nicht gegeben. Herr, Herr, laß mich doch dieses Alles mit christlicher Gelassenheit als deinen gnä digen Willen geduldig aufnehmen. Ich