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Sprüche, Seufzer und Gebete
Herr Gott meines Lebens, erhalte mir und meinem Kinde das Leben; dafür soll dein Name ewiglich gepriesen werden.
Jes. 12, V. 2. 3.
Siehe, Gott ist mein Heil; ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn Gott, der Herr ist meine Stärke und mein Psalm, und ist mein Heil. Lobsinget dem Herrn, denn der hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen.
Und weil ich ja nach deinem Rath Hier soll ein wenig leiden, So laß mich ja in deiner Gnad' Als wie ein Schäflein weiden, Daß ich im Glauben die Geduld Und durch Geduld die edle Huld Nach schwerer Noth erhalte.
Ach ja, mein Gott, das ist mein Trost, daß mein Leiden endlich ein gutes und fröhliches Ende nehmen wird, darum, weil du meine Stärke, mein Nothhelfer und Erretter bist; habe ich Gott bei mir, so habe ich eine gewisse Errettung, darum will ich stille sein, und hoffen, durch Stillesein und Hoffen werde ich stark sein. Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.
Psalm 22, V. 12. 16.
Sei nicht ferne von mir, denn die Angst tht nahe, denn es ist kein Helfer. Meine Kräfte sind vertrocknet, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen.
Hast du denn, Jesu! dein Angesicht gänzlich verborgen, Daß ich die Stunde der Nächte muß warten bis Morgen? Wie hast du doch, Süßester, können annoch bringen die traurigen Sorgen? Mußt du denn, Liebster, dich also von Herzen betrüben, Daß ich ein wenig zu lange bin außen geblieben, Weißt du denn nicht, Wie sich mein Herze verpflicht't, Dich stets und ewig zu lieben?
Ja, deine Liebe und Treue, mein Jesus! ist der Grund meiner Hoffnung und Zuversicht, du hast mich je und je geliebt, und Kraft derselben mir öfters geholfen und mich errettet, darum hoffe ich, du werdest auch diesesmal mich erquicken: ob gleich meine Noth


