Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Am 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis.

27

ber Rindschaft, und warten auf unseres| ihr den Segen ererbet. Denn wer Leibes Erlösung. leben will, und gute Tage sehen, der schweige feine Zunge, daß sie nichts Böses rebe, und seine Lippen, daß fie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen

Evang. am 5. Sonnt. n. Trinit., Luc. 5, v. 1-11.

Fürchtet euch aber vor ihrem Troßen nicht und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in eurem Herzen. Evang. am 6. Sonnt. n. Trinit., Matth. 5, v. 20-26.

Ce begab sich aber, da fich das Boll und thue Gutes, er suche Frieden, und zu ihm drang, zu hören das Wort jage ihm nach. Denn die Augen des Gottes, und er stand am See Gene- Herrn sehen auf die Gerechten und seine zareth, und sahe zwei Schiffe am See Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht ftehen, die Fischer aber waren aus- aber des Herrn siehet auf die, so Böses getreten, und wuschen ihre Neße; trat thun. Und wer ist, der euch schaden er in der Schiffe eins, welches Simonis könnte, so ihr dem Guten nachkommet? war, und bat ihn, daß ers ein wenig Und ob ihr auch leidet um der Gerech vom Lande führete. Und er setzte sichtigkeit willen, so seid ihr doch selig. und lehrete das Volf aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehöret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe und werfet eure Neße aus, auf daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da fie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und fie winkten ihren Gesellen, die im anderen Schiffe waren, daß sie kämen, und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also daß fie sunken. Da das Simon Petrus fah, fiel er Jesu zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen, und alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie miteinander gethan hatten, deffelbigen gleichen auch Jacobum und Johannem, die Söhne Zebibäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach.

Epistel, 1. Pet. 3, v. 8-15.

sei denn eure Gerechtigkeit beffer, denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt ge­hört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der foll des Gerichts schuldig sein. Sch aber fage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder sagt:

Nacha, der ist des Raths schuldig. Wer aber sagt: Du Narr, der ist des hölli­schen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opfers, und wirft allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermal­einst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerter

finnt, mitleidig, brüderlich, barm- wirst nicht von dannen heraus kommen, herzig, freundlich. Bergeltet nicht Böses bis du auch den letzten Heller bezahleft. mit Bösem, oder Scheltwort mit Schelt Epistel, Röm. 6, v. 3-11. wort; sondern dagegen segnet, und Miffet ihr nicht, daß alle, die wir wiffet, daß ihr dazu berufen seid, daß in Jesum Chriftum getauft find,