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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg, und von der Grafschaft Mark
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Sonntagslieder.

11.

Mel. Werde munter, mein Gemüthe.

ehr und heilig ist die Stätte, Wo die Frommen zu dir fleh'n; Laß, so oft ich sie be- tre- te, Mich, o Herr, dein Antlig seh'n.

Ule- ber- all, wo- hin ich seh', Fühl' ich dei- nes Geistes Näh', Doch die

Welt und ihr Ge- tüm- mel Trübt mir meinen Blick zum Him- mel. 2. Von dem Irdischen geschieden,| Gottes Hand, Und, zum Mittler hin­Von dem Ewigen erfüllt, Find' ich gewandt, Hab' ich, ganz in ihn hier den hohen Frieden, Der des versunken, Gern den Leidenskelch) ge­Geistes Sehnsucht stillt. An dem trunken. Strom der Erdenlust Darbet doch zuletzt die Brust, Und es wird dem Herzen bange Bei des Lebens wil dem Drange.

3. Hör' ich hier der Andacht Lieder, Dünkt es mir ein Engelchor; Sint' ich bang' und zweifelnd nieder, Hebt der Glaube mich empor. Bruderlieb' erfüllt mein Herz, Es vergißt der Kränkung Schmerz, Seh' zu den ge­weihten Hallen Ich die Mitanbeter wallen.

4. Heil'ges Wort der ew'gen Wahr­heit, Das dem Irrthum uns entreißt! Du erhellst die Nacht zur Klarheit, Du durchstrahlst mit Licht den Geist. Nichts verhehlet sich vor dir, Fehl und Schuld enthüllst du mir. Wo du, heil'ges Wort, erklungen, Hast du Mark und Bein durchdrungen.

5. Weinend und mit bangem Za­gen Trat ich oft in's Heiligthum; Doch bald stillte meine Klagen, Herr, dein Evangelium. Ich gab mich in

6. Sint' ich an des Altars Stufen, Ein gebeugter Sünder, hin, Hör' ich heil'ge Stimmen rufen: Sei getrost, dir ist verzieh'n! Dann steh' ich bes gnadigt auf, Förd're fröhlich meinen Lauf, Und das Herz hofft voll Ver­trauen, Was es glaubt, dereinst zu schauen.

7. Sieht mein Auge, naß von Thränen, Der Geliebten Stellen leer: Hier stillt sich mein banges Sehnen Bei dem Zuruf: weint nicht mehr! Aus der Welt voll Kampf und Streit Zu des Himmels Herrlichkeit, Zur Gemeine sel'ger Frommen Hat der Herr sie aufgenommen.

8. Theuer bleibst du meiner Seele, Haus des Herrn, so lang' ich bin. Nimmt des Grabes dunkle Höhle Einst den Staub des Pilgers hin, Dann schweb' ich mit Preis und Ruhm In das höh're Heiligthum, Daß ich ewig mich vereine Mit der himmlischen Gemeine.

12.

Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend'.

Gott, du bist mein Preis und Ruhm, Mein Herz sei