Das christliche Leben.
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549 h will streben die Englein und haben ihr
nach dem ben, wo ich selig bin; ich will ringen einzubringen, bis daß ichs gewinn. Hält man mich, so lauf ich fort; bin ich matt, so ruft das Wort: Fortgerungen, durchgedrungen bis zum Kleinod hin!
2. Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron will ich eilen, das Verweilen bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, das mag ichwinden; ich will nichts
davon.
3. Jesu, richte mein Gefichte nur auf jenes Biel; lenk die Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die Welt, so sprich mir zu, schmäht sie mich, so tröste du; deine Gnade führ gerade mich aus ihrem Spiel.
4. Du mußt ziehen; mein Bemühen ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, fühlt die Seele; aber du hast Kraft, weil dein Wort ein Leben bringt, und
tönen
dein Geist das Herz durchbei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft.
Philipp Friedrich Hiller, † 1769.
550 I himmel
m Himmel, im ist Freude so viel;:,: da tanzen
2. Sie fingen, fie springen und loben ihrn Gott,:,: der Himmel und Erde erschaffen hat.:,:
3.
Dort oben, dort oben vor der himmlischen Tür, :,: da steht ein arm Seele und weinet so sehr.:,:
4. Arm Seele, arm Seele, was stehest du hier?:,: Wenn ich dich anschaue, so weinest du mir."
5., Wie sollt ich nicht weinen, du gütiger Gott::,: Ich hab übertreten die zehen Gebot!:,: 6. Hast du übertreten die zehen Gebot::: Fall nieder auf die Knie und bete zu Gott!:,:
7. Bet immer, bet immer und allzeit mit Fleiß, so wird dir Gott schenken die himmlische Freud."::
8. Die himmlische Freud ist ein wunderschöne Stadt, :: da Friede und Freude kein Ende mehr hat.:,:
Volkslied.
551
meer een ch
wieder in dem alten, heilgen Buch, wie er ist so sanft gewesen, ohne List und ohne Trug.
2. Wie er hieß die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Arm genommen und sie an das Herz gedrückt;


