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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
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Mel. Wie lieblich sind die Woh:

nung

Das christliche Leben.

539*) Die Sach ist dein,

Herr Jesu

Chrift, die Sach, an der wir stehn, und weil es deine Sache ist, kann sie nicht untergehn! Allein das Weizentorn, bevor es fruchtbar sproßt zum Licht empor, muß sterben in der Erde Schoß zuvor vom eignen Wesen los.( Im Sterben los, vom eignen Wesen los.)

2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, durch Leiden himmelan und führeft jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich zum Teil am Leiden und am Reich. Führ uns durch deines Todes Tor samt deiner Sach zum Licht empor!( Zum Licht empor, durch Nacht zum Licht empor!).

3. Du starbest selbst als Weizenforn und sankest in das Grab. Belebe denn, o Lebens born, die Welt, die Gott dir gab; send Boten aus in jedes Land, daß bald dein Name werd bekannt, dein Name voller Seligkeit; auch wir stehn dir zum Dienst bereit. ( In Kampf und Streit, zum Dienst in Kampf und Streit.)

Samuel Preiswert, 1871, V. 3 von Felician Baremba, 1874.

*) Bei der Melodie A fallen die

eingeflammerten Säße im Liebe

weg.

540 Es ist ein Schnitter, hat Gwalt vom großen Gott.

Heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser, bald wird er dreinschneiden, wir müssens nur leiden. Hüt dich, schöns Blümelein!

2. Was heut noch grün und frisch da steht, wird morgen weggemäht: die edlen Nar­zissen, die himmlischen Schlüssel, die schön Hyazinthen, die tür­lischen Winden: Hüt dich, schöns Blümelein!

3. Viel hunderttausend un­gezählt da unter die Sichel fällt: rot Rosen, weiß Lilien, euch wird er austilgen; und ihr Kaiserfronen, er wird euch nicht schonen: Hüt dich, schöns Blümelein!

4. So viel Maßlieb und Rosmarin schwellt unter der

Sichel hin; Vergißmeinnit, du mußt auch mit, und du Tau­sendschön, man läßt dich nit stehn: Hüt dich, schöns Blüme­

lein!

Unterschied, geht alles in einem 5. Er macht so gar kein Schritt; der stolz Rittersporn und Blumen im Korn, fie liegen beisammen, man weiß faum den Namen: Hüt dich, schöns Blümelein!

6. Truß, Tod! komm her, ich fürcht dich nit, truh, komm und tu ein Schnitt! Wenn er mich verletet, so werd ich ver­seßet in himmlischen Garten, darauf