Das christliche Leben.
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auf sein Kommen hin, als ob es heute wär.
7. Der Tag des Urteils nahet sich, der Herr kommt zum Gericht; du, meine Seele, schicke dich, steh und verzage nicht!
8.1 Dein Teil und Heil ist schön und groß, auf, auf, du hast es Macht; ergreif im
Glauben jenes Los, das Gott 535 Der Mensch hat
so
dir zugedacht.
9. AD übergroße Seligkeit nach abgelegter Last, wobei dich, Seele, nicht gereut, daß du gestritten haft!
10. Der Herr bricht ein um Mitternacht; jetzt ist noch alles still. Wohl dem, der nun fich fertig macht und ihm begegnen will!
Johann Christoph Rube, † 1746.
das hat er uns versprochen, :,: denn wir sein Kinder sein.:,:
5. Drum, wer ihm traut zu Ehren, den läßt er nimmermehr; demselben unserm Herren,:,: dem sei Lob, Preis und Ehr.:,:
uns der Blümlein viel; ich trag ein frei Gemüte, Gott weiß wohl, wem ichs will, Gott weiß wohl, wem ichs will:
2. Ich wills Christo, dem Herren, der unser Heiland ist, er trägt das Kreuz für unsre Sünd,:,: ja wie man von ihm liest.:,:
so wohl steht ihm nichts an, als daß er Treu erzeigen und Freundschaft halten kann, wenn er mit seines gleichen soll treten in ein Band, verspricht sich nicht zu weichen mit Herzen, Mund und Hand.
2. Die Red ist uns gegeben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Menschen sein; wir sollen uns befragen und sehn auf guten
534 Der Maie, der Rat, das Leid einander flagen, uns
3. Den Tod hat er bezwungen, die Höll gerissen ein, die Sünd hat er verschlungen, :,: geholfen aus der Bein.:,:
4. Er will die nicht ver lassen, die an ihn glauben fein;
Jakob Klieber,
um 1530, nach einem Mailied.
3. Was kann die Freude machen, die Einsamkeit verhehlt? Das gibt ein doppelt Lachen, was Freunden wird erzählt; der kann des Leids sich wehren, der es von Her zen sagt; der muß sich selbst verzehren, der insgeheim fich nagt.
4. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bundsgesellen verlach ich Pein und Not, geh auf
den


