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Sonntag und Gottesdienst.
Geistes Gaben reichlich mit einander haben; offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich!
6. Was von dir uns zu geflossen, müsse Geist und Leben sein; was die Seele hat genossen, mache sie gerecht und rein. Komm, o Jesu, uns zu segnen, jedem gnädig zu begegnen, daß in ew'ger Lieb' und Treu jedes dir verbunden sei!
Joh. M. Hahn 1758-1819. Nach eigener Melodie.
54. Treuer Heiland! Wir sind hier in der Andacht Stille; unsre Sinnen und Begier lenke sanft dein Wille. Deines Wortes heller Schein strahl' in unser Herz hinein, uns mit Licht erfülle.
2. Kehr, o Jesu, bei uns ein, komm in unsre Mitte, wollest unser Lehrer sein, hör der Sehnsucht Bitte: Deines Wortes stille Kraft, sie, die neue Menschen schafft, bilde Herz und Sitte!
3. Von dir lernen möchten wir deiner Sanftmut Milde; möchten ähnlich werden dir, deinem Demutsbilde, deiner stillen Thätigkeit, deiner armen Niedrigkeit, deines Wohlthuns Milde.
4. Zeige deines Wortes Kraft an uns armen Wesen;
zeige, wie es neu uns schafft, Kranke macht genesen. Jesut, dein allmächtig Wort fahr' in uns zu siegen fort, bis wir ganz genesen.
5. O wie selig ist es, dir kindlich zu vertrauen! Unerschüttert können wir auf dich Felsen bauen. Herr, wir glauben in der Zeit, bis die sel'ge Ewigkeit uns erhebt zum Schauen.
Chr. H. Zeller 1779-1860.
Mel.: O du Liebe meiner Liebe.
55. Dwie freun wir uns der Stunde, da wir dir, Herr Jesu, nahn, um aus deinem heil'gen Munde Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein; schreibe selbst das Wort des Lebens tief in unsre Herzen ein.
2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen; großer Meiſter, rede du; sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr uns, wie wir selig werden; lehr uns, wie wir unsre Zeit, diese turze Zeit auf Erden nüßen für die Ewigfeit.
3. Lehr uns, wie wir dem Verderben durch der Gnade Kraft entgehn, wie wir, eh' wir leiblich sterben, wahrhaft geistlich auferstehn, und nach deinem Wohlgefallen denken,


