Druckschrift 
Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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Lob und Dank.

2. Du giebst den Sündern sichern Herzen, daß deine Huld Zeit und Raum, der Strafe zu entgehen. So läsfest du den argen Baum nicht ohne Pflege stehen. Du wartest sein, du suchest Frucht, und wenn du gleich umsonst ge­sucht, hörst du nicht auf zu bauen. Du schonest sein von Jahr zu Jahr; dein Vater­herz hofft immerdar, noch Frucht von ihm zu schauen.

und Vatertren' doch nicht an uns verloren sei; daß wir das Böse hassen, und uns noch in der Gnadenzeit durch deine große Gütigkeit zur Buße leiten lassen!

3. Ch. Zimmermann 1702-1783.

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3. Barmherziger, so große Huld erzeigst du frechen Sün­dern! Und hast nicht weni­ger Geduld mit deinen schwa­chen Kindern. Sie werden ja, wenn Fleisch und Welt und Satan ihnen Netze stellt, oft sicher, matt und träge; ste straucheln, sie vergehen sich; sie fallen oft, verlassen dich und deine heil'gen Wege.

4. Drum rufst du ihnen in Gefahr, so oft sie irre gehen, reichst ihnen Hand und Stärke dar, von Sünden aufzustehen. Du lockest sie mit Vaterhuld, versprichst, durch Christum ihre Schuld und Fehler zu vergeben; giebst reichlich Glau­ben, Geist und Kraft, und nach vollbrachter Pilgerschaft ein ewig Freudenleben.

5. Gott der Güte, duld uns noch um Christi Tod und Schmerzen; erwecke du und rühre doch die trägen,

Mel.: Sei Lob und Ehr.

22. Der Herr ist mein ge­treuer Hirt mir wird kein Gutes fehlen; der Hüter, der nicht schläft noch irrt, kann mir nur Heil erwählen. Er weidet mich auf grüner Au und spendet mir den Lebens­tau vom Geiste seiner Gnade.

2. Er führet mich zum reinen Quell, der mein Ge­müt beglücket, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen Mut erquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn, er nimmt sich meiner Seele an, um seines Namens willen.

3. Und ob ich wall' im finstern Thal, fürcht ich doch keinen Schaden. Sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg' entladen. Sein Stab und Stecken tröstet mich, auf seine Treu' und Macht kann ich gar ruhig mich verlassen.

4. Du machst mir einen Tisch bereit auch gegen meine Feinde, verscheuchest Angst und Trauigkeit, sprichstfreund­