Lob und Dank.
jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang.
3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele schicke dich und lobe Gott herzinniglich!
4. Jhr grünen Blätter in den Wäldern bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein!
5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn.
6. Dir sei, o allerliebster Bater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Wohlſein hast bestellt.
7. Mein treuster Jeju sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen, daß du durch deinen Todesschmerz
13
mich von der Sündennot befreit und die zum Eigentum geweiht.
8. Auch dir jei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werter Gottes geist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Was etwa Gutes ich verricht', das wirfet nur dein göttlich Licht.
9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schüßzet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld.
10. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend mit dir gehn? Und ging's auch in den Tod hinein, so will ich doch nicht traurig sein.
Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt. Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm' ich doch mit Seufzen ein.
Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden,


