Das erste Hauptstück.
Das fiebente Gebot.
Du sollst nicht stehlen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und Lieben, daß wir unserm Nächsten sein Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waare oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.
Das achte Gebot.
Du sollst kein falsch Zeugniß reden wider deinen Nächsten.
Was ist das? it be
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verrathen, afterreden oder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden, und alles zum Besten kehren.
Das neunte Gebot.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
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Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechten an uns bringen; sondern ihm dasselbe zu behalten, förderlich und dienstlich sein.
Das zehnte Gebot.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was sein ist.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesind oder Vieh abspannen, abdringen, oder abwendig machen, sondern bei denselbigen anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind.
Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?
Er sagt also: Jch, der Herr, dein Gott, bin ein starker, eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsuchet an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausendste Glied.
Was ist das?
Gott dräuet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten, darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Gebote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen,


