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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen
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Erste Abtheilung. yangism

tatton f. Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes.

20. Ge

Mel. Es ist gewißlich an der zeit zc. erechter gott! vor dein gericht Muß alle welt sich stellen; Du wirst in ihrem ange= sicht Auch mir mein urtheil fällen. Olaß mich jede sünde scheun, Und

id sehen: So laß mich die gerechtigkeit, Die mich von schuld und straf befreit Im glauben eifrig suchen. ist sidom

110

Ishid

Mel. Jesu, deine tiefen wunden 2c.

hier mit ernst befliffen sein, vor dir 21. Gott! vor desffen angefichte

einst

zu bestehen. 2. Du siehst von deinem hohen thron Auf alle menschenkinder; Be­stimmest jedem seinen lohn, Dem frommen und dem fünder. Nie fiehst du die personen an; Auf das allein, was wir gethan, Siehst du gerechter richter.

Ehrfurcht billig uns er­Stets die reinste flarheit quillt! Laß füllt! Ew'ges licht, aus deffen lichte doch deine heiligkeit Unsern herzen jederzeit Kräftige ermuntrung geben, Nach der heiligung zu streben.

3. Viel gutes und barmherzigkeit Giebst du schon hier den frommen; Du schützest sie vor manchem leid, Darein die fünder kommen. So zeigest du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlge­fällt, Den man der tugend widmet. 4. Ja, herr, du liebst, was recht und gut; Du bist ein freund der frommen. Wer deinen willen gerne thut; Wird von dir aufgenommen; Sein finn und thun gefällt dir wohl, Ist er gleich nicht, so wie er soll, Ganz heilig, ganz vollkommen.

5. Doch dem, der dich, o gott, nicht scheut, Dem frevelnden verbrecher, Der dein gesetz und recht entweiht, Bist du ein strenger rächer. Verach­tung, elend, schmerz und hohn, Ge­wissensmarter sind sein lohn Oft schon in diesem leben.

Denn kein böses ist an dir. Ewig 2. Heilig ist dein ganzes wesen, für und für. Was dein wille wählt 1 bist du so gewesen, Und so bleibst du und thut, Ist unsträflich, recht und gut, und mit deines armes stärke Wirkst du. stets vollkommne werke.

6. Und bleibt auch hier viel unge­straft, Viel gutes unbelohnet, So fommt ein tag der rechenschaft, Der keines sünders schonet. Da stellest du ins hellste licht, Wie recht und billig dein gericht; Dann triumphirt der fromme.

7. Gerechter gott, laß mich wie du, Das gute, eifrig lieben; Gieb selber mir die kraft dazu, Es willig auszu­üben. Regt sich die fünde noch in mir, So stärke mich die furcht vor bir, Daß ich sie überwinde.

8. Und weil vor dir, gerechter gott Nur die allein bestehen, Die gläubig auf des mittlers tod Bei wahrer rene

3. Herr, du willst, daß deine kinder Deinem bilde ähnlich sein. Nie be­steht vor dir der fünder; Denn du der frommen freund; Uebelthätern bist bist vollkommen rein. Du bist nur du feind. fünden, kann vor dir nicht gnade Wer beharrt in seinen finden.

4. D! so laß uns nicht verscherzen, Was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine herzen! Tödt in uns der fünden macht! Denn was find wir, gott! vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer gott, wie oft wir fehlen?

5. Uns von fünden zu erlösen, Gabst du deinen sohn dahin. O! so reinige vom bösen Durch ihn unsern ganzen sinn. Gieb uns, wie du selbst verheißt, Gieb uns deinen guten geist, Daß er unsern geist regiere Und zu allem guten führe.

6. Keiner fündlichen begierde Bleibe unser herz geweiht! Unsers wandels größte zierde Sei rechtschaffne heilig­feit! Mach uns deinem bilde gleich! Denn zu deinem himmelreich Wirst du, herr! nur die erheben, Die im glauben heilig leben.

1307-350