Druckschrift 
Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

prilbaidle siz0 1. Von Gott. 1020 711 8910

300

nomoj ni dei r mich, daß ich mich nicht mit bangen| laufbahn eilet, Und wie durch beide forgen quäle. Gieb, daß ich dir mit zuversicht mein wohl und weh befehle, Und findlich auf dich traue.

tag und nacht der erde Regieret werde.

5. Was machts, daß diese ordnung stets vorhanden, Und unverrückt jahr­tausende bestanden? Kannst du der gottheit dafein, kraft und wesen Nicht darin lesen?

8. Gott, du bist heilig und gerecht, Und kannst nichts böses leiden; Wer sagen will, er sei dein knecht, Muß jede sünde meiden: Gieb, daß ich mich der heiligkeit Mit rechtem ernst befleiße, Nachjage der rechtschaffenheit, Und deine wege preise, So wunderbar sie scheinen.

9. Du bist sehr gnädig, gott, und gut. Vergiebst die schuld dem sünder; Erbarmst dich, wie ein bater tbut, Von herzen deiner kinder: Laß reichen troft, von deiner huld, In meine feele fließen; Und laß mich nach bereuter schuld Auch wieder ruh genießen, Und dann vorsichtig handeln.

10. Gott, desfen wahrheit stets be­steht: Wohl denen, die dir gläuben! Wann erd und himmel einst vergeht, Wird dein wort ewig bleiben: Gieb, daß ich fürchte dein gericht, Und alles, was du dräuest; Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mirs. gern verleihest: Wer hofft, wird nicht zu schanden. sid

OL

9

11. Gott, wenn ich dich so kenn' und ehr', Dein wort zum grunde setze: Er­freu' ich mich darüber mehr, Als über alle schätze: Bis ich dort dich, mein heil und licht! Vollkommener erkenne, Von angesicht zu angesicht Dich schaute, dich erkenne, Und unaufhörlich lobe. Mel. Herzliebster jesu, was hast du ic. 3 oder: Gigene Melodie.

st auch ein gott? wer darf

6. Sich, mensch, du edler unter freaturen! Sich an dir selbst der gott­heit klare spuren! Kannst du mit wahrheit dich verständig nennen, Und gott mißkennen? dal s hod grass

7. O sünder! frag das nagende ge= wissen: Ist denn ein gott? o fühl doch in den bissen, Die du empfindest, fühl bei böser sache Den Herrn der rache.

8. Doch nicht genug: es ist ein gott, zu sagen. Oft leugnets doch der mensch durch sein betragen, Wenn er, als wär fein gott, in sünden wandelt, Und gottlos handelt.

9. Du fagst: gott ist und kennt mein ganzes leben. Bist du ihm denn auch recht zum dienst ergeben? Ist dank und gegenliebe im gemüthe Für seine güte?

10. Im wohlstand trotzig, zaghaft in beschwerden, Vergötterst du, oft dinge dieser erden, machst gold zum trost, hältst fleisch für deinen retter; Elende götter!

11. hilf uns, gott, doch deinen heil'gen willen Mit redlichkeit und herzenslust erfüllen; Sonst werden wir, beim ruhm des glaubens lügen, Uns selbst betrügen. In dist 392

12. Laß uns dein wort den weg der wahrheit lehren, Uns zeigen, wie wir dich stets recht verehren, Bis du uns einst zum himmel erhebent, Bei dir zu leben.

man nicht laute stimmen, die es sagen? Es zeigen schrift, vernunft und treaturen, Der gottheit spuren!

#STE TIGE Mel. Wach auf, mein herz zed@

2. Sich um dich her, sich himmel, 6. gott, aus deinen werken

Kann ich dein dasein mer­länder, meere! Sieh' der geschöpfe ten; In allen treaturen Find ich der unzählbare heere! Schließ von dem gottheit spuren. bau und vom verstand der geister, Auf ihren meister.

2. Das große weltgebäude, Dein ruhm und meine freude, Ruft in viel tausend chören: Gott ist, gott mußt du ehren!

HORDO

3. O! fieh hinauf zu den gestirnten höhen, Wo welten sich in ihren kreisen drehen, Und von der bahn, ihr jahrs­ziel zu erreichen, kein haar breit weichen. 4. Sieh! wie die sonne jahr und tage theilet, Wie auch der mond durch seine

3. Wer sprach es, daß die erde, Und daß der himmel werde? Wer sprach es, daßß im meere Des wassers sammlung wäre?