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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
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Sonntags- und allgemeine Gottesdienstlieder. 25

zen bet und singt, daß es durch dir erschienen und gebe auf die Wolken dringt.

dein Winken Acht; wie fann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird mein Herz in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünden Qual? Wie bet ich, wenn er meine Schal mit reinem Weihrauch nicht bestreuet?

4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht.

5. O mein Gott, sprich sel­ber Amen, denn wir sind dein Eigenthum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird ge­schehn, daß wir dich im Him­mel sehn.

4. Kann meine Harfe lieb­lich klingen, wenn sie dein Fin­ger nicht berührt? Kann ich die düstre Nacht durchdringen, wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein süßes geb. 1648,+ 1715. Opfer werden, wenn dieſe Flamm nicht in mich fährt und mich in deiner Lieb

Casp. Neumann,

Eigne Melodie.

34. Beschwertes Herz, leg und hebet von dem Staub der

ab die Sorgen, erhebe dich, ge­bücktes Haupt; es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen hat erlaubt, da Gott zu ruhen hat befohlen und selbst die Ruhe eingeweiht; auf, auf, du hast vorhin viel Zeit dem Dienst des Herren abgestohlen.

2. Auf, laß Egyptens eitles Wesen, die Stoppeln und die Ziegeln, stehn; du sollst bethau­tes manna lesen und in des Herren Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Vermehrung seines Ruhms die Werke deines Priester­thums in tiefster Andacht zu verrichten.

3. Mein Gott, ich bin vor

Erden?

5. Mein Jesus hat mein Herz so theuer zu seinem Tem­pel eingeweiht; hier ist sein Herd, hier ist sein Feuer, die Fülle seiner Herrlichkeit, sein Heiligthum, sein Stuhl der Gnade, sein Licht und Recht; das Himmelsbrod, die Geistes­frucht, und sein Gebot erfüllen diese Bundeslade.

6. Herr, höre, was ich innig bitte, vergönne meiner from men Seel, die Thür zu hüten deiner Hütte, die ich vor gro­ßen Schlöffern wähl. O Pa­radies, o liebste Kirche, o Au­ßenwerk, o feste Pfort der Gottesstadt, o stiller Port, o zions schönstes Vorgebirge.