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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
Entstehung
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Gebetlieder.

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Mel. Ach Jesu, beffen Treu c.

24. Ach Gott, verlaß mich

nicht! gib mir die Gnaden­Hände; ach führe mich, dein

Kind, daß ich den Lauf vol­lende zu meiner Seligkeit, sey du mein Lebenslicht, mein Stab, mein Hort, mein Schuß; ach Gott, verlaß mich nicht!

2. Ach Gott, verlaß mich nicht! regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen, gib mir dein guten Geist, gib Glau­bens- Zuversicht, sey meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht!

3. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich ruf aus Herzens­grunde, ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wann mich Versuchung plagt und meine Seel ansicht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht!

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4. Ach Gott, verlaß mich nicht! ach lasse dich bewegen; ach Vater, fröne du mit reichem Himmels Segen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun, was dir ge­fällt; ach Gott, verlaß mich nicht!

5. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht, hilf mir in Noth und

Tod; ach Gott, verlaß mich nicht!

Salomon Frand geb. 1659,+ 1725.

Mel. Herr Chrift, der einig zc.

25. Herr Jesu, Gnaden­sonne, wahrhaftes Lebenslicht, Laß Leben, Licht und Wonne mein blödes Angesicht nach dei­ner Gnad erfreuen und mei­nen Geist erneuen; mein Gott, versag mirs nicht.

2. Vergib mir meine Sün­den und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben mein ar­mes Herze laben; ach Herr, erhöre mich.

3. Vertreib aus meiner See­len den alten Adamssinn, und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem: Dienst ergebe und dir zu Ghrer lebe, weil ich erlöset bin.

4. Befördre dein Erkennt­niß in mir, mein Seelenfort, und öffne mein Verständniß durch dein heiliges Wort, da­mit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Truß der Höllenpfort.

5. Komm, mich mit Kraft zu rüsten, und freuzge mein Begier sammt allen bösen Lüsten, auf daß ich für und für der Sün­denwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir.

6. Ach zünde deine Liebe in