Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Lob und Danklieder.

Eigne Melodie.

5. Nun danfet all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt.

2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höch­sten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutter­leibe an frisch und gesund er­hält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt.

4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gu­tes Muths, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und thut

uns alles Guts.

5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Mee­res Tiefe bin.

6. Er laffe seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand.

7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.

8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Theil.

9. Er drücke, wenn das

Herze bricht, uns unsre Augen Angesicht dort in der ewgen zeig uns drauf sein Ruh. Baul Gerhardt, geb. 1606, 1676.

Mel. Nun danket all und bringet Ehr 2c.

6. Ich finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Her­und mach auf Erden fund, was mir von auf Erden fund, was mir von dir bewußt.

2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt.

3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?

4. Wer hat das schöne Him­melszelt hoch über uns geſetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett?

5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schüßt uns vor dem Wind? Wer macht

es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt?

6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, wer­then Fried in unserm Vater­

land?

7. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.