Lob- und Danklieder.
2. Wie ein Adler sein Gefle- re hat er mir zum Dienst bestellt; der über seine Jungen streckt, also bat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wes sen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält. Thier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er gibt ihn für mich bin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein theures Blut gewinn. D du ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Licb in Ewigkeit.
4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelpfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Gwigkeit.
6. Himmel, Erd und ihre Hees
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7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Ges müth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan umgeführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher gerührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist geAlles Ding währt seine Zeit, Gotmeint, in die Ferne weggewendet. tes Lieb in Ewigkeit.
9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu Gut, will mein Fehlen mit der Nuth und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Beit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
10. Seine Strafen, seine Schläs ge, ob sie mir gleich bitter feind,


