Anhang.
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3. Lamm Gottes, unschul- bei gutem Schein, will brüsten,
dig 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu!
fühlt jene Kampf und harten Streit.
5. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt, die reine himmlische Begierde hat solche Thorheit schon besiegt; an einem reinen Gottestinde glänzt Gottes Name schön und rein; wie könnt' es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen sein?
6. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst ansicht, vom Neid, damit sich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, behält sie wider allen Neid; ist jemand, der Lust dazu träget, das macht ihr lauter Herzensfreud.
7. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt. Geht hin, ihr 3. Die Himmelskost schmeckt thörichten Jungfrauen, harrt nur viel zu süße dem Herzen, das bis euch die Nacht berückt. Was in Jesu lebt: die Braut be- sind die Lampen ohne Öle? wahrt Haupt, Herz und Füße, Schein ohn' Einfalt und Christi und wo ihr etwas noch anklebt, Sinn. Sucht doch was Befres das zu dem Glanz der Welt ge- für die Seele und gebt der Welt höret, das ist ihr lauter Höllen- das Ihre hin. pein, und wo sie recht in Gott einkehret, da macht sie sich von allem rein.
8. Ach Jesu! drücke meinem Herzen den Sinn der lautren Einfalt ein, reiß aus, obschon 4. Die Einfalt Christi schließt mit tausend Schmerzen, der die Seele vor allem Weltge= Welt ihr Wesen, Tand und tümmel zu, da sucht sie in der Schein; des alten Drachen Bild dunkeln Höhle, in Horeb, Gott und Zeichen trag' ich nicht mehr, und ihre Ruh'; wenn sich das drum laß mich nur der Einfalt Heuchelvolk in Lüsten der Welt 3ier und Schmuck erreichen, das
und ihrer Eitelkeit, auch wohl ist die neue Kreatur.
930.
Mel. Die Tugend wird durchs 2c. süßer Stand, o selig Leben, das aus der wahren Einfalt quillt, wenn sich ein Herz Gott so ergeben, daß Christi Sinn es ganz erfüllt, wenn sich der Geist nach Christi Bilde in Licht und Recht hat aufgericht't, und unter solchem klaren Schilde durch alle falschen Höhen bricht.
2. Was andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herzen Kinderspiel; was mancher für unschuldig meinet, ist solchem Herzen schon zu viel. Warum? Es gilt der Welt absagen, hier heißt's: rührt kein Unreines an; das Kleinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgethan.


