Morgen- und Abend- Gebete. 29
lich! Der den Tag und die Nacht durch seine göttliche Weisheit geschaf= fen und unterschieden hat, dazu verordnet, daß, so lange die Erde stehet, sie nicht sollen aufhören, auf daß der Mensch des Nachts möge seine Ruhe haben und am Tage wieder an seine Arbeit gehen. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! du hast fie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güte. Für solche deine Wohlthaten sollen wir dir danken, ehe die Sonne aufgehet, und vor dich treten, wann das Licht hervorbricht. Darum preise ich dich jetzo auch, daß du mich in dieser Nacht hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch wiederum fröhlich und gesund erwachen, dazu vor aller Feinde Gewalt und Bosheit väterlich beschirmet. Ich bitte


