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Benjamin Schmolkens Gott geheiligte Morgen- und Abend-Andachten : nebst einem Anhang von andächtigen Wetter-Gebeten / angefertigt durch Friedrich Roth-Scholzen, Herrenstadio-Silesium
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

dich, der Berggrund wird beweget, dein Arm ist stark, dein Hand ist schwer, die Strahlen wirfst du hin und her, daß wir darob erzittern.

3. Wir hätten wohl verdient, o Gott, mit unsern Uebelthaten, daß du uns solltest schlagen todt, weil Niemand ihm läßt rathen; doch weil wir deine Kinderlein, die Schafe deiner Heerde sein, so hoffen wir das Beste.

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4. Kein Ort wir wissen in der Welt, dahin wir sicher fliehen, die Kreatur zur Rach sich stellt, des Schöpfers Wort vollziehen: Wir wissen nichts als deine Gnad, wie groß wie du, kein Ende hat und täglich neu aufgehet.

5. Wir schreien aus dem Jammerthal durch Christum, deinem Sohne, hinauf zu dir im Him­melssaal, um seinetwillen schone. Ach Vater! hab mit uns Geduld und straf uns nicht, wie wirs verschuldt, Gnad, Gnad wir herzlich bitten.

6. Laß nicht anzünden deinen Bliß, was du uns hast verehret; vor Donnerschlägen uns be­schütz, der Leib bleib unversehret. Sei du bei uns in dieser Noth, behüt vor bösem schnellem. Tod, auf dich die Hoffnung stehet.

7. Bedeck mit deiner starken Hand Haus, Hab, Vieh, Leib und Leben, erhalt die Früchte auf dem Land und was du sonst uns geben, vor Hagel, Feuer und Wassersfluth, halt uns, o Gott, in deiner Hut, so preisen wir dein' Güte.

8. Du bist allein der große Gott, dem Donner, Blizz, Feu'r, Winde, all Creatur steht zu Gebot, dein Willen thun geschwinde. Ach Herr! wo ist dir Jemand gleich? Wer hat ein solch gewaltig Reich, dem alles untergeben?