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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob- und Danklieder.

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unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.

8. Du nähreft uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei.

9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht.

11. Du zählst, wie oft ein Chrifte wein, und was sein kum­mer sei; kein Zähr- und Thrän­lein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12. Du füllst des Lebens Mang­el aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wann uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing

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und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht.

15. Was tränfst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!

16. Hat er dich nicht von Ju­gend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks­lauf hat er zurückgekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Negiment. Nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein.

Paul Gerhardt, geb. 1607, 1676. Schop. 1641.

Mel. Laffet uns den Herren preisen zc

1. Sollt ich meinem Gott nicht fingen? Denn ich seh in allen Dingen,

Ist doch nichts als lau- ter Lieben,

Sollt ich ihm nicht fröhlich sein? wie so gut ers mit mir mein.

das sein treu- es Her- ze regt,

das ohn En- de hebt und trägt, die in sei- nem Dienft sich ü- ben.

Al- les Ding währt seine Zeit, Got- tes

Lieb in

&-wig- teit.