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Seele, was hat es dich nicht gekostet, um bei uns in diesem Sakramente zu bleiben! Sterben mußtest du, um auf unsern Altären weilen zu können. Und dieses dein gnadenreiches Verweilen in unserer Mitte, hat man dir mit Be= leidigungen erwiedert! Allein, Alles überwand deine Liebe und der Wunsch, von uns geliebt zu werden. So komm denn, o Herr, und lasse dich nieder in meinem Herzen! Verschließe dann dasselbe auf immer, damit fein Geschöpf fich mehr eindränge und an jener Liebe Theil nehme, welche dir allein gebührt und welche ich dir schenken will. Du ganz allein, o mein theuerster Erlöser, beherrsche mich, du allein besize mich ganz. Und sollte ich dir zuweilen nicht willfährig sein, so züchtige mich mit Strenge, damit ich für die Zukunft gewarnt, deinen Willen bereitwillig vollziehe. Bewirke, daß ich eine andre Freude weder wünsche noch suche als die, dir Freude zu bereiten, dich häufig vor deinen Altären zu besuchen, mich mit dir zu unterhalten und dich in der heiligen Communion zu empfangen. Es suche immerhin, wem es beliebt, andre Güter; ich wünsche und liebe kein anderes Gut als das kostbare Kleinod deiner Liebe. Sie allein suche ich an den Stufen deines Altars. Laß mich meiner selbst vergessen, um nur mehr deiner Güte zu gedenken. Ich beneide euch nicht, o heilige Seraphim, um eure Herrlichkeit, wohl aber um eure Liebe zu unserm Gott: lehret mich, ihn lieben, lehret mich, ihm wohlgefallen.
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Anmuthung: Mein Jesus, dich allein will ich lieben, die allein will ich wohlgefallen!


