Tägliches Gebet von Dr. Martin Luther
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wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, mein Leib und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen! Unser Vater 2c.
Tägliches Gebet von Dr. Martin Luther.
Lieber himmlischer Bater! ich bekenne es allwege, und du siehest auch und weißest es, daß ich allenthalben, wo ich gehe oder stehe, inwendig und auswendig, mit Haut und Haar, mit Leib und Seele in das höllische Feuer hinein gehöre. Das weißeſt du auch, o Bater, daß meinethalben nichts Gutes in mir ist, nicht ein Haar auf meinem Haupte, es gehöret doch alles in den Abgrund der Höllen zu dem leidigen Teufel. Was soll ich viele Worte davon machen? Aber lieber Vater, ich bitte wieder allewege, ich sei meinethalben, was ich wolle, so bitte ich dennoch und will es von dir auch gebeten haben alle Tage, daß du dein Aufsehen und Aufmerken nicht haben wollest auf mich, und wollest dein Auge nicht kehren und wenden auf mich, als auf einen solchen Sünder, wie ich bin. O, es ist sonst mit mir verloren und verdorben, und wenn hunderttausend Welten auf meiner Seite wären, sondern das bitte ich dich, du wollest dein Aufsehen und Aufmerken also auf mich haben, daß du wollest deine Augen kehren, wenden


