2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe;
und die Not
samt dem Tod
möchte dich in Sünden
unvermutet finden.
3. Wache auf, sonst kann dich nicht
unser Herr erleuchten;
wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne däuchten;
denn Gott will
für die Füll
seiner Gnadengaben offne Augen haben.
4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, dich zu überwinden.
Und Gott gibt,
die er liebt,
oft in seine Strafen,
wenn sie sicher schlafen.
5. Wache, daß dich nicht die Welt
durch Gewalt bezwinge,
oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe;
wach und sieh,
damit nie
viel von falschen Brüdern
unter deinen Gliedern.
A. Brede, Haus- Choralbuch.
6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist
voller List,
und kann bald sich heucheln, und in Hoffahrt schmeicheln.
7. Bete aber auch dabei
mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen
was dich drückt
und bestrickt,
daß du schläfrig bleibest
und sein Werk nicht treibest.
8. Ja, er will gebeten sein, wenn er soll was geben;
ist nicht weit,
da uns Gott wird richten
und die Welt vernichten.
er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben
und durch ihn
unsern Sinn,
Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden.
9. Doch wohl gut, es muß uns schon
alles glücklich gehen,
wenn wir ihn durch seinen Sohn
im Gebet anflehen;
denn er will
alle Füll
seiner Gunst ausschütten,
wenn wir glaubend bitten.
10. Drum so laßt uns immerdar
wachen, flehen, beten;
weil die Angst, Not und Gefahr
immer näher treten;
denn die Zeit
Freistein.
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