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Haus-Choralbuch : eine Auswahl der schönsten und gebräuchlichsten Choräle der evangelischen Kirche für Klavier bearbeitet und unter Beifügung der Urtexte / hrsg. von Albrecht Brede, Kgl. Musikdirector
Entstehung
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2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe;

und die Not

samt dem Tod

möchte dich in Sünden

unvermutet finden.

3. Wache auf, sonst kann dich nicht

unser Herr erleuchten;

wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne däuchten;

denn Gott will

für die Füll

seiner Gnadengaben offne Augen haben.

4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, dich zu überwinden.

Und Gott gibt,

die er liebt,

oft in seine Strafen,

wenn sie sicher schlafen.

5. Wache, daß dich nicht die Welt

durch Gewalt bezwinge,

oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe;

wach und sieh,

damit nie

viel von falschen Brüdern

unter deinen Gliedern.

A. Brede, Haus- Choralbuch.

6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist

voller List,

und kann bald sich heucheln, und in Hoffahrt schmeicheln.

7. Bete aber auch dabei

mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen

was dich drückt

und bestrickt,

daß du schläfrig bleibest

und sein Werk nicht treibest.

8. Ja, er will gebeten sein, wenn er soll was geben;

ist nicht weit,

da uns Gott wird richten

und die Welt vernichten.

er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben

und durch ihn

unsern Sinn,

Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden.

9. Doch wohl gut, es muß uns schon

alles glücklich gehen,

wenn wir ihn durch seinen Sohn

im Gebet anflehen;

denn er will

alle Füll

seiner Gunst ausschütten,

wenn wir glaubend bitten.

10. Drum so laßt uns immerdar

wachen, flehen, beten;

weil die Angst, Not und Gefahr

immer näher treten;

denn die Zeit

Freistein.

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