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Haus-Choralbuch : eine Auswahl der schönsten und gebräuchlichsten Choräle der evangelischen Kirche für Klavier bearbeitet und unter Beifügung der Urtexte / hrsg. von Albrecht Brede, Kgl. Musikdirector
Entstehung
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2. Dem Herren mußt du trauen,

wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.

Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen: es muß erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt;

und was du dann erlesen,

das treibst du, starker Held,

und bringst zum Stand und Wesen,

was deinem Rat gefällt.

4. Weg hast du allerwegen

an Mitteln fehlts dir nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht.

Dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerſtehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn:

was er ihm vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele,

hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagt,

mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit: so wirst du schon erblicken

die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf! auf! gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht.

A. Brede, Haus- Choralbuch.

Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll; Gott sitzt im Regimente

und führet alles wohl.

8. Jhn, ihn laß thun und walten: er ist ein weiser Fürst,

und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat die Sach hinausgeführet,

die dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile

mit seinem Trost verziehn,

und thun an seinem Theile, als hätt in seinem Sinn

er deiner sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Nöten schweben, fragt' er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindsten gläubst. Er wird dein Herze lösen

von der so schweren Last,

die du zu keinem Bösen

bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue:

du hast und trägst davon

mit Ruhm und Dankgeschreie

den Sieg und Ehrenkron!

Gott gibt dir selbst die Palmen

in deine rechte Hand:

und du singst Freudenpsalmen

dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End, o Herr, mach Ende

an aller unsrer Not;

stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod

uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein.

P. Gerhard.

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