16. Januar.
Georg Spalatin,
Durch jeden Wunsch für gute Tage Zieht sich die Ahnung fünft'ger Klage. Des Gotteswortes heil'ger Nat Sagt: Eben ist kein Lebenspfad,
Und doch- Ein Leid bleibt uns erspart, Wenn sich das Herz davor bewahrt. Das ist die Furcht, das bange Sorgen Von heute bis zum andern Morgen; Fast jedes Blatt der Bibel spricht Das süße Trostwort: Sorget nicht, Werft alles Sorgen auf den Herrn, Der euer Trost und lichter Stern! Drum leb' als Kind du ohne Sorgen Getrost vom Abend bis zum Morgen; Nimm still und willig auf den Schmerz, Der klopft an jedes Menschenherz; Doch schaue ohne Furcht und Bein Getroft auf lichten Abendschein!
Ottilie Wildermuth.
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Sehnsucht nach dem Himmel.
Oheilig Stadt, Die Gott uns hat Im Himmel oben gebauen,
Nun steht zu dir All mein Begier, Mein Hoffnung und Vertrauen.
O Brunnenquell, Daraus gar hell Die Seligkeit thut fließen,
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