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Fest Johannis des Täufers.
und sprach: Mit nichten, sondern er soll Johannes heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heiße. Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täflein, schrieb und sprach: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgethan, und redete und lobete Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn; und diese Geschichte ward alle ruchtbar auf dem ganzen jüdischen Gebirge. Und alle, die es höreten, nahmens zu Herzen und sprachen: Was, meinest du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des HErrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des Heiligen Geistes voll, weiffagete, und sprach: Gelobet sei der HErr, der Gott Jsraels; denn er hat besucht und erlöset sein Volk; und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David; als er vor Zeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten: Daß er uns errettete von unsern Feinden, und von der Hand aller, die uns haffen, und die Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund, und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, daß wir, erlöset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem HErrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntnis des Heils gebeft seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er erscheine denen, die da sizen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs, und ward stark im Geist; und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel.
Epistolische Lektion. Sef. 40, 9-31.( Siehe, da ist euer Gott.)
3ion, du Predigerin, steig auf einen hohen Berg. Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, heb auf, und fürchte dich nicht; fage den Städten Juda: Siehe, da ist euer Gott. Denn siehe, der HErr HErr kommt gewaltiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Er wird seine Herde weiden, wie ein Hirte; er wird die Lämmer in seine Arme sammeln, und in seinem Busen tragen, und die Schafmütter führen. Wer misset die Wasser mit der Faust, und fasset den Himmel mit der Spanne, und begreift die Erde mit einem Dreiling, und wieget die Berge mit einem Gewicht, und die Hügel mit einer Wage? Wer unterrichtet den Geist des HErrn, und welcher Ratgeber unterweiset ihn? Wen fragt er um Rat, der ihm Verstand gebe, und lehre ihn den Weg des Rechts, und lehre ihn die Erkenntnis, und unterweise ihn den Weg des Verstandes? Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der Wage bleibet. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein. Der Libanon wäre zu geringe zum Feuer, und seine Tiere zu geringe zum Brandopfer. Alle Heiden find vor ihm nichts, und wie ein Nichtiges und Eiteles geachtet. Wem wollt ihr denn Gott nachbilden? Oder was für ein Gleichnis wollt ihr ihm zurichten? Der Meister geußt wohl ein Bild, und der Goldschmied übergüldet es und macht silberne Ketten dran. Desgleichen wer eine arme Hebe vermag, der wählet ein Holz, das nicht fault; und sucht einen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige, das beständig sei. Wisset ihr nicht? Höret ihr nicht? Ifts euch nicht vormals verkündiget? Habt ihrs nicht verstanden von Anbeginn


