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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete [und] Lektionar
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27. Sonntag nach Trinitatis.

HErr merket es und hört es; und ist vor ihm ein Denkzettel, geschriebent für die, so den HErrn fürchten, und an seinen Namen gedenken. Sie sollen, spricht der HErr Zebaoth, des Tages, den ich machen will, mein Eigentum sein; und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schonet, der ihm dienet. Und ihr sollt dagegen wiederum sehen, was für ein Unterschied sei zwischen dem Gerechten und Gottlosen, und zwischen dem, der Gott dienet, und dem, der ihm nicht dienet.

Lektion aus dem Neuen Testamente. 2. Cor. 9, 6-15.( Wer da fäet im Segen, der wird auch ernten im Segen.)

Ich meine aber das: Wer da färglich säet, der wird auch färglich ernten und wer da säet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher nach seiner Willkür, nicht mit Unwillen, oder aus 3wang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß allerlei Gnade unter euch reichlich sei, daß ihr in allen Dingen volle Genüge habet, und reich seid zu allerlei guten Werken. Wie geschrieben stehet: Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit. Der aber Samen reichet dem Säemann, der wird ja auch das Brot reichen zur Speise, und wird vermehren euren Samen, und wachsen lassen das Gewächse eurer Gerechtigkeit; daß ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfältigkeit, welche wirket durch uns Danksagung Gotte. Denn die Handreichung dieser Steuer erfüllet nicht allein den Mangel der Heiligen, sondern ist auch über­schwenglich darinnen, daß viele Gott danken für diesen unsern treuen Dienst, und preisen Gott über eurem unterthänigen Bekenntnis des Evangelii Chrifti, und über eurer einfältigen Steuer an sie und an alle, und über ihrem Gebet für euch, welche verlanget nach euch, um der überschwenglichen Gnade Gottes willen in euch Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe.

27. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags.

Epistel. 2. Petri 3,3-14.( Wir warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde.)

Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüften wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es am Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber Mut­willens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sindflut verderbet. Also auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem HErrn ist wie tausend Jahr, und tausend Jahr wie Ein Tag. Der HErr verzeucht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des HErrn Tag kommen, als ein Dieb in der Nacht; in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hige schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen find, werden verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet, und eilet zu der Zukunft des Tages des HErrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels,