Spee, Truynachtigall.
Der Hirt Damon.
Wenn die Sonne tief sich neiget Und verläßt des Himmels Thron, Gleich die Nacht zum Himmel steiget, Heischet Arbeit ihren Lohn;
Tier und Mensch sich niederlegen, Ganz verstummet alle Welt, Kaum sich noch die Blättlein regen, Traurig feiert alles Feld.
Der Hirt Halton
Als du, Jesu, Tods verblichen, Da hat uns der Tod erschreckt: Felfen von den Felsen wichen, Gräber wurden aufgedeckt; Tier' und Menschen sah man trauern, Es verwelkten Laub und Gras; Alle Wässer mußt' es dauern: Weinten ohne Unterlaß.
Der Hirt Damon.
Mond und Sterne abends wachen, Wenn ins Bett die Sonne ging, Und sie sanfter schlafen machen Mit viel süßen Worten flink: Eia, schlafe, matter Schimmer, Schlaf, du mattes, müdes Licht, Daß die Kraft dir fehle nimmer, Wenn hervor der Morgen bricht!
Der Hirt Halton.
Jesu, dich auch fromme Seelen, Wie ich oft vernommen hab', Thäten waschen, salben, strählen, Heben, tragen in das Grab.
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