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Spee, Trutnachtigall.
49.
Hirtengesang
über das Kreuz und die Auferstehung Christi, darin, was der eine Hirte, Damon genannt, von seinem Vorhaben vorspielet, der andere, Halton genannt, immer auf das Geistliche ausdeutet.
Eingang.
Heut' ein Bächlein wohlgeschwätzig Nahm zum grünen Wald die Flucht, An den Steinen hat's verletzt sich, Darum Streit mit ihnen sucht'; Weil sie ihm nicht ausgewichen Auf der wenig feuchten Straß', Ist er nebenhergeſchlichen, Murrend ohne Unterlaß.
Als ich dorten mich ergetzte, Trat heran ein junger Hirt, Sich zum Bächlein niedersetzte: Damon er geheißen wird. Bald sich auch hinzugesellten Lykas, Halton, Marfilas; Bald sie Geig' und Leyer stellten Daß erlachten Laub und Gras.
Damon, Halton, jung noch beide, Sangen, klangen um die Wett', Weit vernahm man's auf der Heide: Ach, wer's recht beschrieben hätt'! Stumm die schönen Vöglein saßen, Stumm auch saß die Nachtigall, Aller Kunst sie schier vergaßen Über Damons Stimmenschall.


