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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truznachtigall.

Von dem Scheitel zu den Füßen Sie in vollem Glanze blühn, Rings umher die Luft versüßen Und mit Duft umhüllen ihn.

Der Hirt Damon.

Hin und wider auf den Wiesen Alles voller Dornen war,

Schäflein, noch nicht unterwiesen, Sich verletzten immerdar.

Daphnis ließ sich des erbarmen, Macht' ein großes Bündel drans ( Liebe ließ ihn so erwarmen) Und trug's auf dem Haupt heraus.

Der Hirt Halton.

Wie die Dornen sich gerochen, Wie sie ihn zerstochen ganz, Er die Rosen hat gebrochen Dennoch sich zum Ehrenkranz. Schau, wie er nun prächtig pranget Mit der Dorn- und Blumenkron'. Kommt ihr Hirten, ihn empfanget, Setzet ihn auf hohen Thron!

Der Hirt Damon.

Neulich vor der heißen Sonnen Wich ich aus der Strahlen Brand; Daphnis führt' mich gleich zum Bronnen,

Der mir noch war unbekannt.

Auf dem Berg er schäumt und spritzet, Der geheißen Golgatha;

Weil ich heftig war erhitzet,

Fand ich linde Kühlung da.

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