Spee, Truhnachtigall.
Was Pein ich von ihm leide, Was Glut und Herzensbrand, Ich niemand recht bescheide, Wenn er's nicht selbst erkannt.
Wenn früh, eh's kommt zu tagen, Die Morgenröt' erglänzt
Und Rosse kaum und Wagen Mit Rosen hat umkränzt, Auch wenn in vollen Strahlen Das Sonnenlicht besteht In lauter Pein und Qualen Treib' ich's zum Abend spät.
Ja, sollt' ich je erkaufen Alsdann auch Rast und Ruh', Wenn müd' und matt gelaufen Der Tag sich riegelt zu, Wenn lieblich übergossen Das Tier mit süßem Schlaf, Wenn alles Thun beschlossen, Wenn feiert alle Straf':
Da wollt' ich Leid und Klagen Schier halber legen ab;
Doch soll's mich immer plagen, Was ich zu tragen hab'. Nun ist es ja vergebens, Ich komme nie zur Rast, Die Tage meines Lebens Zehr' ich in steter Laſt.
So leicht ich sonst nichts finde,
Das nimmer höret auf:
Man merkt es an dem Winde,
Daß er sich oft verschnauf';
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