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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche der Reformirten Gemeinden
Entstehung
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des Herzens tc.

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legest

Du giebst unserer Erde Kraft zur Fruchtbarkeit, Seegen auf unsere Arbeit und Gedeihen auf unfern Fleiß. Du wässerst unsere Felder, vermehrest ihren Reichthum und nährest mit den Früchten der Erde Menschen und Thiere. Feder Grashalm zeuget von dir, durch den die Saat gerieth, und jede Kornähre, die zu Halmen hinaufs steiget, verkündet deine Macht und deine Ehre. Was wir sind, und was wir haben, sind und haben wir von dir und von deiner Güte. Dir verdanken wir unser Leben und unsern Odem, dir unsere Gesundheit und Stärke, dir unseren Frieden und äussere Sicherheit, die unseren Trieb zur Vollkommenheit und zur Gottfeeligkeit, dir den Anfang und Fortgang unseres Wohlergehens. Ohne dich können wir nichts, und ohne den gütigen Einfluß deines Seegens gehet alle unsere Mühe und unsere Arbeit vers lohren. Wir bitten dich, himmlischer Vater! seegne das Werk unserer Hånde; seegne die Saat in der Erde; Kröne alle Jahreszeiten, träuße des Seegens Fettigkeiten auf unser ganzes Land, befeuchte durch deinen milden Regenguß unse­ren dürren und schmachtenden Erdboden, und laß alle Eles mente zur Befeuchtung des Feldes, und zur Erhaltung einer reichen Erndte das Fhrige beytragen. Laß uns in diesem Jahre deine Güte schmecken, und deine våterliche Barmher zigkeit in allen Wegen erfahren. Gieb uns, was wir bedura fen, und gieb der Erde, was ihren Wachsthum befördert, gieb uns Weisheit im Gebrauch deiner Gaben, Mäßigung in Bezähmung unserer Begierden, und Dankbarkeit für alles Gute das wir empfangen. Seegne dein Volk und das Land, welches wir bewohnen, damit es fruchtbar werde. Laß auch uns das erfreuende Beyspiel der reichen und ergiebigen Na­tur nachahmen, und laß uns in aller Weisheit und Gottfees ligkeit wachsen; Laß uns reiche Früchte guter Werke bringen, zur Verherrlichung deines Namens, und zu unserem be.. ständigen Trost in dieser und in der zukünftigen Welt. Amen.

Pf. 103, 2. Lobe den Herrn meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan,

17. tan