not für die Verstorbenen.
547
So wird einst auch mein Leib den Würmern zur Speise und zu Staub werden, woraus er gemacht ist! beton
Aber es wird nicht immer so bleiben; wie das Samens fornlein im Acker verwesen muß, damit eine reiche Aérndte hervorkomme; so verwesen hier die Leiber der Verstorbenen bis zum Zage der Auferstehung. Hier ist wahrhaftig Go t tes Acker, wo der Samen der Unsterblichkeit verborgen liegt, da wird einst große Aerndte seyn. Der Engel Gottes, fagt Chriftus, werden die Guten, wie Garben sammeln, und in die himmlischen Scheren bringen; die Bösen aber, wie das Unkraut in's Feuer werfen. Jgnuć
So will ich denn mein gegenwärtiges Leben gut anwens den, damit ich mich einer seligen Auferstehung zu erfreuen habe. Diese Freude und Hoffnung soll mich zur Besserung, zur Geduld, zu allem Guten aufmuntern, dann darf ich den Anblick des Grabes nicht scheuen; es wird mir eine sanfte Ruhestätte seyn, bis die Stimme des Weltrichters die Lods ten aus ihren Gråbern hervorrufen wird.
03 no iedarb
O Du, der Du auch einst im Grabe lagst, wieder aufers standst, nun ewig lebst, und ewiges Leben giebst, glorreich ers standener Jeſus! wie ich Dir jetzt im Leben folge, so werde ich Dir auch in der Auferstehung folgen. Dein will ich seyn im Leben und Tod- Dein in der Ewigkeit. Amen.
Vor der Todtencapelle.
Antiphon. Ich bin die Auferstehung und das Leben! wer an mich glaubt, wird nach dem Tode leben, und Jeder, der da lebt und an mich glaubt, der wird in Ewigkeit nicht sterben.
Eine Stimme höre ich, vom Himmel ruft sie mir: Selig sind die Sterbenden, die sterben in dem Herrn! Ich glaube, mein Erlöser lebet, am jüngsten Tage werde ich vom Grabe erwecket- wieder auferstehen, und meinen Gott und Heiland sehen. Ob dieses Aug' im
Fremder nicht, wo wird's doch meinen Netter sehen! Ich, selbst, ein meinen wo sind nun deine Schrecken? Des Erlösers Boten wecken einst das schlummernde Gebein, und es wird unsterblich seyn. Friede Gottes schweb' hernieder; einst ersteh'n die Todten wieder. Jesus Christus!- nicht vergebens, Du gabst uns das Bild des Lebens. Aus der Gräber Saat und Feld reift die Aerndte jener Welt. Ewig deines Reiches Glieder, seh'n sich Gottes Freunde wieder. Herr! erhöre mein Gebeth, und lag mein Rufen zu Dir kommen.
35


