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Gescheh'ne weiß, die Schuldigen da; kein Mund Vermag zu läugnen, und auf die Frage, die all Des Richters ernste Stimme donnert,
Auch nur den leisesten Hauch zu lispeln. Vor jedem Blicke liegt ein geschrieb'nes Buch; Tiefschaudernd kann da jegliches Menschenaug' In Flammenzüzen die Verbrechen
Lesen, die gräßliche Brut der Sünde Erschauen, auf die bisher Bergessenheit Den Rabenflügel deckte. Gerichtet wird Die Welt, und was, so wie des Winters
Starrende Nacht, sich in schwarze Wolken Einhüllte, wird aus schwindender Finsterniß Zur ewigen Tages- Klarheit hervorgehollt. Die Schlangenlist des Tugendschänders,
Der wie die Eule- die scheu erzeugte Brut in des Felsens tiefsten Spalt verbarg- Liegt aufgedeckt in gräßlicher Nachtheit, da, Was fein gewett ward, wie der Spinne
Schwankendes Neß, wie ein Sonnenstäubchen Gering ist, wird dann sichtlich und offenbar. Der Strafe Donner rollen, das Flammenschwert Des Richters wirft des strengen Zornes
Sengenden Blitz auf das Haupt des Sünders. Ich Armer! ich Elender! was gibt mir dann Entschuldigung; wo blinkt mir der Ankerstab Der Hilfe, wo erfaß' ich eine
Stüßende Hand?- Der Gerechte zittert! Ich aber armer Sünder! wo flieh' ich hin? Gott, König, Richter, zu Dir! O! strecke mild
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