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sich mein Geist im Gebete heute zu Dir empor, ferne zwar von der lieben trauten Heimath und dem theuren Baterhauſe, aber doch immer Dir, o Alvater! ganz nahe. Zwar trauert mein Herz, daß mir nun so ferne von meinen Heimath- Genossen die Sonne leuchtet, allein Du hast mich hieher geführt und das ist mir Trost und Beruhigung genug in den neuen Verhältnissen. Ist doch Irdisches nimmer bleibend gewesen, so lange der Mond wechselnd um die Erde läuft und so ist auch die Zeit entflohen, wo ich froh im Elternhause lebte; wo des Vaters Arm mich sorgsam schüzte und der Mutter Liebe treu mich pflegte; die Tage sind anders geworden. Hier stehe ich unter Menschen, welche mir fremd sind, die ich fast niemals sah und kannte. Ich kann nicht klagen, daß ihre Herzen ganz gefühllos gegen mich seyen; aber ihr Blick scheint mir doch nicht so seelenvoll und traulich, als der meiner lieben Eltern und Angehörigen; und meiner Trauten zarte Sorgfalt finde ich hier auch nicht wieder. Eine Ermahnung, eine gute Lehre von Andern wird mir fast schwer, denn ich fühle, daß meiner Eltern Würde mir die ehrwürdigste ist. Muß ich gar Zurechtweisungen und Tadel hören,- o! so dringt dieß dann so schneidend in mein Inneres und schmerzt, wenn dieser auch noch so wohlmeinend und herzlich mir gege= ben worden seyn mag.
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Doch ich begreife es, lieber Gott! warum Du nur zu meinem Glücke unter fremde Menschen mich geführet hast, ich fühle es auch, daß ich noch so Manches zu lernen und für's Leben zu sammeln habe, und daß ich durch widrige Geschicke eigentlich erst zur


