13
lieben, was Du mir zu erkennen gibst, das gut ist: an allem will ich mich ergößen, was wahr ist, denn Du, Herr! bist Güte und Wahrheit; und ich weiß und empfinde, daß das Gute lieben, es wollen und thun, Dich, mein Gott! lieben heißt; das Wahre lieben, es wollen und thun, ist die Liebe des Nächsten laß mich Dich, laß mich meinen Nächsten lieben!
-
Mit allem dem, was Du mir gabst, bin ich zufrieden, weil ich weiß, daß ich so viel empfangen habe, als mir zuträglich ist, und weil Du mich belehret hast, daß denen, die wenig empfangen, auch wenig zuträglich ist. Ich, als Dein Geschöpf, weiß nicht, was mir zuträglich ist, sondern Du allein weißt es, o Herr! Der für alle Dinge Vorsehung thut. Der wahr auf Dich hoffet, sich an Dich kettet, der kann nicht verloren sein.
5 Herr! zu Dir flehe ich, denn Du bist mein Vater; zu wem soll ich flehen als zu Dir?- Wer liebet mich so sehr als Du?- Wer streckt seine Arme im Elende gegen mich aus, als Du?- Du bist die ewige, unwandelbare Liebe, immer bereit, das Flehen Deiner Geschöpfe anzuhören, nie taub zu der Stimme Deiner Kinder. Du bist


