658
Die Sechswöchnerin schickt sich
ben erhalten, mein Kind mich fröhlich erblicken laſsen; du hast mir die verlornen Kräfte wieder gegeben, daß ich nun im ganzen Wohlsein zu deinem Tempel mich nahen kann. In der Angst rief ich den Herrn an, und der Herr erhörte mich und tröstete mich. Herr, ich danke dir, daß du mein Leben erhalten hast; ich danke dir, daß du mir meine Kräfte wieder gegeben hast; ich danke dir, daß ich nun durch deine Kraft meinen Ausgang halten und dir für alle empfangenen Wohlthaten danken kann; ach Herr, nimm das schwache Lobopfer meiner Lippen an. Ach, mein Gott, laß diesen Ausgang gesegnet ſein; gieb mir mit jedem Tage mehr Kräfte; laß mein Kind zu deinem Preise heranwachsen. Ich bringe dir an diesem Tage ein paar Turteltauben, mein dankbares Herz und meinen lobenden Mund; ach, verschmähe das Opfer nicht. Ich bringe dir das vollkommene Sühnopfer, Jesu Blut und Tod im wahren Glauben; damit reinige mich und wasche mich. Ich opfere dir auch nochmals mein Kind


