Vorrede.
Tages dreimal erneuern und unterhalten können. Außer dieser Versetzung der Betrachtungen habe ich in dem Werk wenig geändert, außer daß ich der Dichtung etwas nachgeholfen habe, daß sie lieblicher klingt.
Und weil man zu allen Zeiten so viel von Kriegsgefahr, ansteckender Seuche und Teurung, mit denen Gott die Länder heimsucht, vernimmt, so hat der Herr Verleger dafür gehalten, es ſei wohlgethan, wenn man andächtigen Seelen in solchen Jammerstunden Anleitung gebe, die Not des Nächsten und ihre eigene Not in Bitte, Gebet und Fürbitte Gott vorzutragen. Und da uns der getreue Gott in unserem deutschen Vaterlande den edlen Frieden geschenkt hat, so habe ich auch zu diesen Freudenfesten eine Andacht hinzufügen wollen.
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Eben um dieser Ursache willen ist diese Auflage auch mit Fest- Andachten vermehrt worden, damit in solchen Tagen der müde Geist in Gott erfreut, irdisch gesinnte Menschen aber erinnert werden mögen, wie Festtage keine Spazier-, Lauf-, Spiel und Tanztage, sondern Bet-, Lob- und Danktage sein sollen. Es scheint, die bösen Gewohnheiten bleiben ein sündliches Erbgut, welches eine Zeit der andern überliefert, so daß man mit den Alten noch heute dieselbe Klage führen muß, daß an keinem Tage mehr Sünden getrieben werden, als an Sonn- und Festtagen.


